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Glaubensbekenntnis von 1689

 

KAPITEL 24: Über die staatliche Obrigkeit

1. Gott, der oberste Herr und König der ganzen Welt, hat zu seiner eigenen Ehre und zum öffentlichen Wohl1 staatliche Obrigkeiten unter sich über das Volk eingesetzt.2 Zu diesem Zweck hat er sie mit der Gewalt des Schwertes ausgerüstet, um diejenigen, die Gutes tun, zu schützen und zu ermutigen und um die Übeltäter zu bestrafen.3

1. 1Mose 6,11-13 verglichen mit 9,5-6; Ps 58,2-3; 72,14; 82,1-4; Spr 21,15; 24,11-12; 29,14.26; 31,5; Hes 7,23; 45,9; Dan 4,24; Mt 22,21; Röm 13,3-4; 1Tim 2,2; 1Petr 2,14.
2. Ps 82,1; Lk 12,48; Röm 13,1-6; 1Petr 2,13-14.
3. Gen 9,6; Spr 16,14; 19,12; 20,2; 21,15; 28,17; Apg 25,11; Röm 13,1-4; 1Petr 2,14.

2. Es ist Christen erlaubt, ein obrigkeitliches Amt anzunehmen und auszuüben, wenn sie dazu berufen werden.4 Da es vor allem ihre Aufgabe ist, Gerechtigkeit und Frieden gemäß den guten Gesetzen eines jeden Staates und Gemeinwesens aufrechtzuerhalten,5 sind sie zu diesem Zweck auch jetzt unter dem Neuen Bund berechtigt, aus gerechten und notwendigen Anlässen Krieg zu führen.6

4. 2Mose 22,8-9; 28-29; Daniel; Nehemia; Spr 14,35; 16,10.12; 20,26.28; 25,2; 28,15-16; 29,4.14; 31,4-5; Röm 13,2.4.6.
5. 2Sam 23,3; Ps 82,3-4.
6. Lk 3,14; Röm 13,4.

3. Staatliche Obrigkeiten sind von Gott für die zuvor genannten Ziele eingesetzt worden. Wir sollen ihnen in allen rechtmäßigen Dingen, die sie befehlen,7 im Herrn untertänig sein,8 nicht nur um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen.9 Jeder fällige Zoll, alle fälligen Steuern und Abgaben sollen entrichtet und gebührende Ehre erwiesen werden,10 ebenso sollen wir Fürbitte tun und für Könige und alle, die Macht ausüben, beten, damit wir unter ihnen ein ruhiges und friedliches Leben in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit führen können.11

7. Dan 1,8; 3,4-6.16-18; 6,5-10.22; Mt 22,21; Apg 4,19-20; 5,29.
8. Spr 16,14-15; 19,12; 20,2; 24,21-22; 25,15; 28,2; Röm 13,1-7; Tit 3,1; 1Petr 2,13-14.
9. Röm 13,5-7; 1Petr 2,17.
10. Mt 22,17-22; Röm 13,6.7; 1Petr 2,17.
11. Jer 29,7; 1Tim 2,1-4 1-2.



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